NABU Rheinland-Pfalz ruft zur Meldung von überfahrenen Erdkröten auf
31. Januar 2012
Die Erdkröte, zum Froschlurch des Jahres 2012 gekürt, zählt zwar zu den häufigsten Amphibienarten in Deutschland. Allerdings wird sie bereits im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Art geführt und die Bestände sind durch verschiedenste Faktoren rückläufig. Größte Gefahr liegt in der Lebensraumzerschneidung durch Straßen, auf denen unzählige Erdkröten jedes Jahr beim Überqueren getötet werden.
Der Spatz verdrängt die Kohlmeise von Platz 1 Ergebnis der Stunde der Wintervögel liegt vor
30. Januar 2012
Trotz Regen und teilweise stürmischem Wetter beteiligten sich erneut zahlreiche Vogelfreunde bundesweit an Deutschlands größter Vogelzählung vom 6. bis 8. Januar. Nach der Auswertung von rund 40.000 Einsendungen bundesweit mit mehr als 1.6 Millionen Vogelbeobachtungen legten heute der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern LBV die Ergebnisse ihrer Mitmachaktion 'Stunde der Wintervögel' vor. Die bundesweite Zählung zeigt im zweiten Jahr der Aktion interessante Unterschiede zum vergangenen Jahr. So verlor die Kohlmeise bundesweit ihren Spitzenplatz als häufigster Wintervogel unserer Städte und Dörfer an den Haussperling. Auf den Plätzen drei und vier folgen Blaumeise und Feldsperling.
NABU-Gruppe Montabaur startet mit Obstbaumschnitt ins neue Jahr
Veranstaltungskalender des Naturschutzbundes bietet in 2012 wieder vielfältige und abwechslungsreiche Veranstaltungen
Die Projekte und Vorhaben der NABU-Gruppe Montabaur für das Jahr 2012 sind jetzt in einem eigens angefertigten Veranstaltungskalender zusammengefasst und aufgelistet. Dieser kann beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Bernhard Kloft unter der Telefon-Nummer 02602 / 90741 oder per e-mail kostenlos angefordert werden: bernhard.kloft@web.de .
Die Reihe der Veranstaltungen beginnt am kommenden Samstag, den 14. Januar 2012 mit einem Arbeitseinsatz zum Thema Sanierung alter Obstbäume. Hierzu sind alle interessierten Naturfreunde herzlich eingeladen; Treffpunkt ist um 9.00 Uhr am NABU-Naturschuzzentrum /Alte Schule in Holler an der Dorfkirche; eine kleine Mittagsmahlzeit ist inbegriffen.
Einsatz von Giftködern hinterfragen
Immer wieder erreichen den NABU Anfragen, auf welche Art und Weise Gifte gegen Nagetiere, sogenannte Rodentizide, angewendet werden dürfen. Dies ist natürlich abhängig von der Art des verwendeten Mittels weiß Olaf Strub, Naturschutzreferent des NABU Rheinland-Pfalz. Am verbreitesten sind Mittel mit dem Wirkstoff Zinkphosphid. Diese gibt es in Form von Giftweizen, also Getreidekörnern, die mit dem Gift versetzt sind. Zu erkennen sind sie an ihrer rötlichen Färbung. Da dieses Mittel auch für andere Tiere, wie Rehe und Feldhasen, giftig sind, ist ein offenes Auslegen der toxischen Getreidekörner nicht erlaubt. Vielmehr werden sie mit einer sogenannten Legeflinte direkt in die Mauselöcher eingebracht. Dies gewährleistet auch, dass Greifvögel keine vergifteten Nager fressen und daran elendiglich sterben.
NABU verleiht 100 Fledermäusen Willkommen! - Plakette
Im Rahmen der NABU Aktion Fledermäuse Willkommen! wurde am 18. November das 100. Quartier in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. In der Eifelgemeinde Wolsfeld überreichte Umweltministerin Ulrike Höfken, zusammen mit dem NABU-Vorsitzenden Siegfried Schuch, dem Ehepaar Sente-Ligbado die Plakette Fledermäuse Willkommen!. Diese wird in Zukunft das liebevoll restaurierte Schloss Wolsfeld schmücken, denn im Dachboden des Schlosses hat eine Kolonie des Großen Mausohrs ein sicheres Zuhause gefunden. Weitere Kolonien dieser Art leben in den Dachböden des Krankenhauses Neuerburg und der alten Schule in Wißmannsdorf. Deshalb durften sich auch Oberin Schwester Scholastika Theissen und der 1. Ortsbeigeordneter Jörg Knauf aus Wißmannsdorf über die Auszeichnung freuen. In beiden Dachböden finden sich Jahr für Jahr Weibchen des Großen Mausohrs ein, um hier ihre Jungen großzuziehen. Solche sogenannten Wochenstuben sind heute aber selten geworden, denn Große Mausohren haben ganz besondere Ansprüche an ihre Sommerquartiere. Als echte Kulturfolger sind sie darauf angewiesen, an unseren Gebäuden ein geeignetes Quartier zu finden. Große, nicht ausgebaute Dachböden, wie sie das Mausohr zur Aufzucht der Jungen braucht, sind mittlerweile aber selten. Umso wichtiger ist es für die vom Aussterben bedrohten Tiere, dass diese Quartiere erhalten werden.
Dohle ist "Vogel des Jahres 2012″
Die intelligenten Singvögel brauchen einen besseren Schutz ihrer Lebensräume
Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz, NABU-Partner in Bayern, haben heute die Dohle (Coloeus monedula) zum "Vogel des Jahres 2012" gekürt. "Damit beleuchten wir eine der intelligentesten heimischen Vogelarten, die trotz ihrer Anpassungsfähigkeit immer weniger Nistmöglichkeiten findet", erklärt NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. "Mit der Ernennung zum Vogel des Jahres wollen wir uns verstärkt für die geselligen Dohlen einsetzen, denn ihre Lebensräume werden immer mehr eingeengt", erläutert der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann. Es sei dringend, die vielseitigen Stimmtalente besser zu schützen, denn Dohlen stehen bereits in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten oder auf der Vorwarnliste.
Als Kulturfolger hatten sich die ursprünglichen Steppenbewohner in der menschlichen Nachbarschaft gut eingerichtet: Hohe Gebäude boten ihnen vorzüglichen Unterschlupf und Weiden, Felder und Wiesen einen reich gedeckten Tisch mit Käfern, Heuschrecken, Würmern und Schnecken. Für die Landwirtschaft waren sie nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung und so lebten Mensch und Dohle jahrhundertelang einträchtig miteinander. "Doch nun versiegeln wir immer mehr Grünflächen und setzen für den großflächigen Anbau von Energiepflanzen – vor allem Mais und Raps – flächendeckend Pestizide ein. Damit verschwindet auch die Nahrungsgrundlage der Dohlen. Zugleich finden die Dohlen in unseren Städten und Dörfern immer weniger Nistmöglichkeiten", erklärt NABU-Vizepräsident Opitz. So ist der Dohlenbestand in Deutschland auf geschätzte 100.000 Brutpaare gesunken. Größere Dichten erreicht die Art nur noch regional, etwa am Niederrhein.


